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Die gemeinen Spieltagebücher des João Marinho Neto Sonntag, 08.03.26 FCSP - Frankfurt 0:0 In alter Tradition vorweg schon mal der Kaderwert-Vergleich: 65 v 390 - also 1:6. Da muss man nicht lange um den heißen Brei herumreden: Dass unser FC gegen ein Champions-League-Team antreten darf, ist großartig, davon haben wir in den vielen Jahren Zweitklassigkeit geträumt. Aber es ist halt auch schwer, denn mit der Kohle aus internationalen Wettbewerben können solche Vereine Spieler holen, die dann gegen Clubs wie uns eingesetzt werden und den Unterschied ausmachen können. Aber darum geht es ja beim Sport. Die Herausforderung suchen, annehmen und sich nicht mit Fallobst zufriedengeben. Um so großartiger war es, dabei zuzusehen, wie es auf dem Platz im Prinzip keinen Leistungsunterschied gab. Die Boys in Brown waren sogar ein Ticken besser. Vorne zwei Mal Aluminium und hinten stabil. Der Lohn für diesen Auftritt: Abgerutscht auf den Relegationsplatz und zwei verletzte Stammspieler. Huch… Fußball kann hart und ungerecht sein. Doch davon lassen wir uns nicht aus der Bahn werfen. Die Floskel „Mit so einer Performance steigt man niemals ab“ gilt bereits seit vielen Spielen. Und auch heute sahen wir ein top funktionierendes Team. Ungeschlagen am Millerntor seit Ende November. Die Tabelle ist eng, 1 Punkt bis Platz 12. Wolfsburg bereits 4 Punkte hinter uns und Heidenheim mit 10 Punkten Abstand bereits mit einem Bein in der 2. Liga. Absolut bundesligareif auf jeden Fall alles, was auf den Rängen passierte. Ein richtig guter Support über fast die gesamte Spielzeit. Eine hübsche Choreo zu Beginn und klar, den 8. März als Frauen-Kampftag angemessen begangen, mit großen Plakaten über drei Tribünen. Dazu eine Playlist nur mit Sängerinnen und einer komplett weiblichen Stadionsprecher*innen-Crew. Die Gäste aus FFM hingen ein Plakat mit dem Gründungsdatum 8.3.1899 auf, wobei es den Verein in der heutigen Form erst seit 1927 gibt, aber diese Masche ist ja Gang und Gäbe. Ansonsten hatten die auch eine nett anzusehende Choreo vor dem Spiel. Übrigens: Wir liefen schon in schwarzen Klamotten herum, da hatten in der Eintracht-Kurve alle noch Kutten an und die allermeisten Frankfurt-Ultras waren nicht mal geboren. Deshalb muss ich manchmal lächeln, wenn ich diese ganzen Ultra-Gruppen mit ihren schwarzen Jacken sehe. Ja ja, ich weiß, Altherren-Gesülze mit Couchpotato-Mief. Aber wird man ja wohl noch sagen dürfen! Was bleibt? Wir in der 1. Liga! So wird’s sein!
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