Heiliger Strohsack

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Cake day: 2025年1月12日

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  • »Ich glaube, wir müssen jetzt mal wieder, was wir viele Jahrzehnte nicht mussten, richtig für diese Demokratie kämpfen und uns einfach einsetzen und auch ein bisschen mutig sein und unser Wort stehen und sagen, das ist eine tolle Art zu leben«

    So wird Merkel in dem Artikel zitiert. Uff, echt jetzt, das ist ihre Botschaft? Demokratie ist eine Daueraufgabe, die jederzeit zu jedem staatlichen Handeln dazu gehört. Insbesondere als Berufspolitiky und als ehemals hohe und langjährige Repräsentantin eines laut Verfassung demokratischen Staates ist es aus meiner Sicht angesagt zu hinterfragen, zu optimieren, zu stabilisieren. “Jetzt mal wieder” demokratisch sein reicht nicht. Verdammt.

    Dann auch noch zu sagen, dass es “viele Jahrzehnte nicht” nötig gewesen sei ist aus meiner Sicht mehr als wild. Die Politik ihres Kabinetts hat mehr als einmal vom Verfassungsgericht Ansagen bekommen und selbst ohne diese gibt es mehr als genug Punkte für angemessene Kritik. Bloß “ein bisschen mutig” sein greift viel zu kurz.

    Merkel bekommt überall Gehör und Reichweite, kann sich sicher sein nach wie vor Einfluss zu haben und spricht dann so wie es der noch amtierende Steinmeier “müsste”/würde. Nicht zu fassen. Grr…




  • (Auch die Rezensionen von Orten bei Google Maps sind nicht mehr vollständig ohne Anmeldung zugänglich. Dummerweise sind dort vereinzelt aber gute/hilfreiche Infos enthalten. Es wird wohl noch eine ganze Weile die große Mehrheit an diesen beiden Stellen ihre Kommentare und Bewertungen abgeben. Verdammt!)


  • Warum ausgerechnet Guinness […] den weltweiten Trends auf dem Biermarkt trotzt? Eine eindeutige Antwort gibt es nicht. Experten gehen davon aus, dass Marketing mit dem Fokus auf die traditionelle Komponente und die irische Kultur eine Rolle spielt.

    Ich gehöre nicht zu den genannten Experten und gehe davon aus, dass auch die Assoziation und Erwähnung in Zusammenhang mit allerlei Rekorden für eine überdurchschnittlich große Bekanntheit der Marke sorgt. Sich selbst in die Öffentlichkeit zu begeben, dort breitschultrig in den Mittelpunkt zu stellen, diesen nicht teilen zu wollen scheint mir stark ausgeprägt. Die eigene Einzigartigkeit (in Form von Abgrenzung von anderen) wird stolz in den Vordergrund gestellt bzw. (vermeintliche) Besonderheit inszeniert. Das treibt die “Maschine” an. Und der in der Gesellschaft gefühlt stetig wachsende und von verschiedener Seite angetriebene Trend nach mehr Individualität und Optimierung tut sein übriges.





  • Tja, so eine Meldung weckt bei mir leider keine nennenswerte Hoffnung mehr. Ich möchte keine öffentlichen Bekundungen mehr, sondern nur noch im Hintergrund laufende Aktionen Netzwerke zu überzeugen und sich nicht zurückzuhalten mit Ultimaten. Wenn es um Wunscherfüllung irgendwelcher Anspruchsgruppen (innerhalb der Partei) geht, gilt eben die Bedingung: Nur wenn das Bündnis breiter wird und sich immer mehr Leute verbindlich für einen Antrag aussprechen.

    (Nicht falsch verstehen: Die Forderung bleibt richtig, aber die wäre erfolgsversprechender gewesen als Özdemir noch Mitglied der Bundesregierung war und sein Parteifreund Kretschmann noch Ministerpräsident.)


  • Es muss ja nicht gleich eine Koalition sein, das BSW kann auch ein Zünglein an der Waage spielen beim Verteilen von Posten oder ermöglichen/verhindern von Entscheidungen. Von der absoluten Mehrheit sind auch beide zusammengenommen noch entfernt, ich würde nicht ausschließen das einige doch eine zweite (“Reserve”-)Taktik haben, nach dem Motto sie seien ja nicht komplett isoliert. Gefühlt stänkert das BSW ganz ähnlich wenn es um die übrigen Parteien gejt und von einer Brandmauer hält mindestens der Kandidat auch nichts, das wurde auch in diesem Format deutlich.








  • Klar, einmal vermittelt wäre es schön wenn das Tier nie wieder zurück in ein Heim muss. Es geht mir in erster Linie um die, die schon da sind und mit der Steuer hatte ich eine sogenannte Lenkungswirkung im Sinn: Es sollte möglichst unattraktiv sein sich in einem perfektionistischen Wahn das “bestmöglich an die menschlichen Bedürfnisse orientierte und Vorstellungen künstlich angepasste” Wesen zu “bestellen”/kaufen/wählen (Charaktereigenschaften, Fellfarbe, Geschlecht, Größe, …) während andere Tiere im Heim verbleiben.

    Um dortige Bewohner kann sich noch so engagiert gekümmert werden, wenn sie in der Natur nicht überleben können verdienen sie es, nicht nur zwangsläufig mit anderen geteilte Aufmerksamkeit und Kapazität von Haupt- und Ehrenamtlichen zu bekommen. Vielleicht ist es hier und da sogar realistisch, dass zeitweise kein einziges Tier mehr in Heim X lebt, was wiederum das Heim Y entlasten kann. Nach und nach würde möglicherweise auch durch die höheren Kosten das Angebot und die Nachfrage “künstlich angepasster” oder zum Geld verdienen gehaltenen Tieren schrumpfen.

    Ziel sollte es sein eine gleichermaßen anspruchsvolle und sehr hohe Vermittlungsquote zu erreichen. Quasi ein Tierheim was aktiv daran mitwirkt, dass es sich selbst vielleicht irgendwann (zeitweise) überflüssig macht und (zeitweise) nur noch Pension ist.

    “Rückkehrer” oder Neuankömmlinge gäbe es wohlmöglich immer weniger, je mehr sich Führerscheine und Versicherungen durchsetzen. Beides finde ich somit auch wichtig, nur sorgen die nicht unbeding für eine nennenswerte Größenordnung mehr Geld für den Heimbetrieb (ein Führerschein wird wohl einmalig mit maximal dreistelliger Summe bezahlt, Versicherungen sorgen für Einnahmen - aber in den dazugehörigen Unternehmen). Beides sorgt auf eine Art bestenfalls anteilig “nur” für weniger Überforderung (Menschen unterschätzen weniger ihre Fähigkeiten, die Kosten und ihr Interesse) und damit indirekt für weniger Kosten bei den Heimen.





  • Wer es sich finanziell leisten kann vordergründige Aufgaben mit unmittelbarer Berührung zur Kundschaft heute und möglichen folgenden Stichtagen ebenfalls ruhen zu lassen, kann sich vergleichsweise leicht solidarisieren. Und sollte das dringend tun, finde ich. Einerseits um klar an der Seite der Protestierenden zu stehen und andererseits dem eigenen Umfeld gegenüber Haltung zu zeigen. Ein Zettel am Schaufenster oder verschlossener Ladentür, geschalteter Anrufbeantworter sowie Abwesenheitsassistent für E-Mails, der auf das Anliegen verweist wären dafür ein Ansatz.

    Damit klar wird dass eben nicht das engstirnige, kurzsichtige Handeln und Wirtschaften nur für den eigenen Betrieb im Vordergrund steht. Allgemeine Herausforderungen betreffen alle, sind durchaus vergleichbar oder teils sogar die gleichen. Und die speziellen Diskriminierungen sind nunmal nicht hinnehmbar. Wer die schulterzuckend hinnimmt, gutheißt oder sich darüber freut davon persönlich und/oder geschäftlich vermeintlich zu profitieren macht eindeutig klar, wo ich zurückhaltender werde, Zusammenarbeit beende und mein Geld und meine Zeit nicht (mehr) investiere.

    Nebenbei wird noch die AfD darauf aufmerksam gemacht, dass der Keil den sie in die Gesellschaft treiben nicht überall wirksam wird. Dass sie bei ihren Einschüchterungsversuchen mit Abwehr in Kettenreaktion rechnen müssen.

    Überall gibt es wechselseitige Beziehungen zwischen dem eigenen Betrieb vor- und nachgelegarte Betriebe, Kunden, Lieferanten, Nachbarn in der Straße/im Viertel/in der Stadt. Wer Wirtschaft nicht als Netzwerk begreift hat Wirtschaft nicht verstanden.

    Einzig für Angestellte bin ich allerdings momentan nicht kreativ genug mir auszumalen wie sie heute direkt Einfluss nehmen können, es sei denn sie arbeiten in unmittelbarer Nähe zum Domplatz. Die großen Unternehmen lasse ich mal bewusst außen vor - die hatten eh nie eine Seele.