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Es hilft auch, sich klarzumachen, dass Frauen, die Teilzeit arbeiten und parallel die Care-Arbeit übernehmen, Schätzungen zufolge 90-Stunden-Wochen haben und dies einem Jahresgehalt von bis zu 180.000 Euro entsprechen würde.
Rofl.
180.000 € : 51 Wochen = 3.461,54 € pro Woche : 90 Wochenstd = 38,46 € pro Stunde
Mit Urlaubstage wären es sogar 43,48 € Stundenlohn
Joah. Diese Journalistin hat es aber nicht so mit Zahlen. Oder womöglich mit ChatGTP recherchiert.
Dann berechne ich demnächst meine männlichen Reparaturen und Techniksupport im Haushalt mit Handwerkerstundensätzen von 90€ ab.
Wie teuer sind erst die Finanzdienstleistungen? Ach nein, das ist ja häusliche Gewalt.
Leider hat die Spiegelredaktion beim Thema Männer/Frauen einen starken Bias, sodass meiner Wahrnehmung nach Artikel zum Thema - oder wie hier Meinungsstücke - häufig in eine so falsche Richtung gehen, dass das mMn richtige Anliegen völlig dahiner verschwindet und ihm eher schadet.
Denn es ist ja schon ein Problem, wenn so etwas Wichtiges von nur einer Person (ob es jetzt Mann oder Frau ist, finde ich jetzt eher sekundär relevant) verwaltet wird, am besten ohne dass es irgendeine Form von Transparenz gibt. Gibt in Vereinen usw. ja nicht umsonst Kassenprüfungen - aber so weit muss es ja nun nicht gehen :D
Du hast vollkommen recht. Dieser Artikel schadet mehr, als das er dem Thema nützt.
Mal locker durch die Nase atmen. Da steht “bis zu”.
Deine “männlichen Reparaturen” (was auch immer das ist) und dein Techniksupport sind auch Carearbeit, nur ist das Verhältnis nachweislich in Heterobeziehungen, selbst in formell emanzipierten, stark in Richtung der Frau verschoben. Auf dieses Missverhältnis wird hier (recht unelegant, wie ich finde) hingewiesen.
Das „bis zu“ macht es nicht weniger bescheuert. Ich kann mir auch vorstellen, wie solche Zahlen beisammen kommen. Ich war mal in einer BWL-Vorlesung von so einem Alt-BWL-Justus. Der hat behauptet, und pseudo vorgerechnet, dass er besser keinen Abwasch mehr macht, weil bei seinem Stundenlohn sich neu kaufen und wegwerfen finanziell mehr lohnt. Was für ein BS.
Ich fand halt irgendwie witzig, dass die Zahlen mit denen dort rumjongliert werden, das Vorurteil gegen Frauen verstärkt, sie hätten keine Ahnung von Finanzen. Und die Autorin ist so dermaßen am Brüllen, dass sie es nicht merkt.


